17:37 Uhr
Was Frankreichs Schulden mit der Gewaltspirale zu tun haben
Frankreich hat ein gewaltiges Schuldenproblem. Und gleichzeitig gehen die Menschen auf die Straße. Da stellt sich die Frage, ob der Staat das Geld schlicht an der falschen Stelle ausgegeben hat. Sabrina Marggraf ordnet die verzwickte Lage in Frankreich ein:
17:24 Uhr
Reitz sieht in Roches Investitionsstopp Misstrauensvotum
Ausgerechnet zum Start des Investitionsgipfels vermeldet der Pharmakonzern Roche, seine Investitionen in Deutschland zu stoppen. Ulrich Reitz erklärt den Schritt und blickt auf die Zukunftsaussichten der deutschen Wirtschaft:
17:03 Uhr
Roche schließt 15-Milliarden-Deal mit chinesischer Gruppe
Die Roche Holding hat eine Kooperations- und Lizenzvereinbarung mit der chinesischen Hansoh Pharmaceutical Group geschlossen, deren Gesamtwert 15 Milliarden US-Dollar übersteigen könnte. Hansoh erhält eine Vorauszahlung von 400 Millionen US-Dollar, weitere 110 Millionen US-Dollar nach einem Jahr sowie Anspruch auf potenzielle Zahlungen in Abhängigkeit von Zielvorgaben in Höhe von insgesamt mehr als 15 Milliarden US-Dollar, wie Hansoh mitteilte. Hansoh würde zudem Lizenzgebühren auf potenzielle Umsätze erhalten, sollten die Produkte auf den Markt kommen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, ein Portfolio von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten für verschiedene Krebsarten voranzutreiben.
16:34 Uhr
Börsenexpertin: “Wird definitiv einen Crash geben”
Die KI-Euphorie bekommt aktuell gerade ordentliche Dämpfer. Das erinnert viele an das Platzen der Dotcom-Blase. Welche Parallelen gibt es dazu und was ist vielleicht aber auch anders? ntv-Börsenreporterin Sabrina Marggraf spricht darüber mit der Finfluencerin Edda Vogt:
16:12 Uhr
Techriesen müssen jetzt zeigen, ob sie Erwartungen erfüllen
Der Nasdaq 100 ist zuletzt deutlich zurückgekommen. Nun müssen die Techgiganten mit ihren Quartalszahlen zeigen, ob die hohen Erwartungen gerechtfertigt sind. Ob daraus der nächste Kursschub entsteht oder weitere Enttäuschungen drohen, darüber spricht Patrick Dewayne mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley:
16:05 Uhr
US-Börsen erholen sich nach Tech-Ausverkauf
Nach dem Ausverkauf im Technologiesektor in der vergangenen Woche schlagen die US-Börsen einen zögerlichen Erholungskurs ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um mehr als ein Prozent auf 26.437 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P 500 gewann gut ein halbes Prozent auf 7702 Zähler. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab hingegen leicht nach auf 51.929 Stellen. Die Anleger nutzten die niedrigeren Kurse zum Einstieg bei Tech-Unternehmen wie Coreweave, Broadcom und Micron. Ein leichter Rückgang beim Ölpreis sorgte für zusätzlichen Auftrieb.
15:56 Uhr
Siemens und Nvidia entwickeln KI-betriebene Fabrik
In Erlangen zeigen Siemens und Nvidia, wie KI Fabriken verändern könnte. Siemens habe in seinem dortigen Elektronikwerk erstmals neue KI-Lösungen für die industrielle Fertigung vorgestellt, die einen “großen Schritt hin zur KI-getriebenen, autonomen Fabrik und ein neuer Meilenstein in der Partnerschaft mit Nvidia” seien, erklärt das deutsche Unternehmen. Das Werk soll zur Blaupause für eine Skalierung in der Industrie werden. Bisher könne man Fabriken zu 30 oder 40 Prozent automatisieren, mit KI seien 70 oder 80 Prozent möglich, sagt Vorstandsmitglied Cedrik Neike.
15:33 Uhr
Eon arbeitet offenbar an umfassendem Sparprogramm
Der Energiekonzern Eon bereitet einem Magazinbericht zufolge ein umfassendes Sparprogramm vor. Die Pläne unter dem Titel “Polaris” zielten auf Kostensenkungen zwischen 20 und 25 Prozent, berichtet das “Manager Magazin” unter Berufung auf Insider. Vorgesehen seien etwa der Abbau von Doppelfunktionen, insbesondere im Management. Laut Insidern werde über das Programm, das mithilfe der Unternehmensberatung McKinsey entstehe, intern noch beraten. Es solle nicht vor 2027 starten. Eon erklärte demnach, dass aktuell an einem einfacheren “Steuerungsmodell zum Zusammenspiel zwischen Headquarter und operativen Einheiten” gearbeitet werde.
15:20 Uhr
Reitz: Mitte darf nicht “Glauben an dieses Land verlieren”
Das mittlere Einkommen liegt in Deutschland für einen Single bei rund 2400 Euro netto im Monat. Das reiche nicht für ein Leben, “in dem nicht jeder Euro dreimal umgedreht werden muss”, meint ntv-Chefkorrespondent Wirtschaft, Ulrich Reitz. Deutschland müsse wieder Aufstiegschancen bieten:
15:06 Uhr
Merck übernimmt für Milliardensumme Biotechkonzern
Der Pharma- und Technologiekonzern Merck baut sein Geschäft mit Medikamenten gegen seltene Erkrankungen mit einer Milliardenübernahme aus. Das Dax-Unternehmen kauft den britischen Biotechkonzern Silence Therapeutics für rund 1,3 Milliarden Dollar, wie Merck mitteilt.
Den Aktionären des an der US-Technologiebörse Nasdaq notierten Unternehmens bietet Merck 20 Dollar je Hinterlegungsschein (ADS) in bar. Das entspricht einem Aufschlag von 82 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen 30 Tage.
14:52 Uhr
Chef von Panzerbauer KNDS drängt auf Börsengang
KNDS-Chef Jean-Paul Alary pocht auch nach einer Übernahme von 50 Prozent an dem Panzerbauer durch den Bund auf einen baldigen Börsengang. “Der Börsengang bleibt zentral für unsere Strategie. Wir müssen so schnell wie möglich an die Börse gehen, sobald es das Marktumfeld erlaubt”, sagt Alary. “Mir wäre am liebsten, wenn der Börsengang vor den Wahlen in Frankreich über die Bühne geht.” Die Präsidentenwahl ist für den 18. April 2027 geplant.
14:22 Uhr
US-Drohnenfirma greift nach Motorenbauer Steyr Motors
Der US-Drohnenspezialist Red Cat will den österreichischen Motorenbauer Steyr Motors für rund 205 Millionen Euro übernehmen. Red Cat hat ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot angekündigt, wie Steyr Motors mitteilte. Die Offerte sieht einen Preis von 39,00 Euro je Aktie in bar vor, was einem Aufschlag von knapp 29 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag entspricht. Die Aktie legte um 21,6 Prozent auf 36,80 Euro zu.
Die Bieterin, eine Tochtergesellschaft von Red Cat, habe sich bereits ein Aktienpaket von rund 15 Prozent von der B&C Holding Österreich gesichert. Die B&C-Gruppe, die den Börsengang von Steyr Motors 2024 als Ankeraktionärin begleitet hatte, kündigte an, das Angebot zu unterstützen und ihre Anteile zu veräußern.
13:53 Uhr
US-KI-Sektor dürfte sich erholen – Ölpreis sinkt
Nach den Verlusten zum Wochenschluss vor allem bei Titeln mit KI-Fantasie dürften sich die US-Börsen heute erholen. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen freundlichen Handelsbeginn schließen. AMD werden vorbörslich 3,1 Prozent höher gesehen, Intel 4,4 und Marvell 3,8 Prozent. Nvidia klettern vor der Startglocke um 1,4 Prozent, Micron Technology um 3,1 Prozent.
Positiv für das Marktumfeld sind sinkende Anleiherenditen und auch leicht nachgebende Erdölpreise, wenngleich sich diese auf hohem Niveau halten. Dämpfend auf den Ölpreis wirkt, dass US-Präsident Donald Trump die Umsetzung der meisten Russland-Sanktionen durch den US-Kongress gestoppt hat. Spekulationen der Anleger auf ein größeres Angebot an russischem Treibstoff drückten den Preis für Nordsee-Rohöl der Sorte Brent um gut ein Prozent auf 108,59 Dollar je Fass.
13:13 Uhr
Vonovia: Vergesellschaftung hält vor Gericht nicht stand
Linke, Grüne und SPD haben sich bei ihren Sondierungsgesprächen in Berlin auf einen vorläufigen Fahrplan für die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne verständigt. Aus Sicht des Immobilienkonzerns Vonovia wird dieser vor Gericht nicht standhalten. “Das Sondierungsergebnis ändert nichts an unserer Haltung”, teilt das Unternehmen mit. “Wir sind überzeugt, dass eine Vergesellschaftung in der vorgelegten und geplanten Art und Weise verfassungswidrig ist und einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten würde.”
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13:00 Uhr
Telekom und Co greifen nach Weltraum-Frequenzen
Europas große Telekommunikationskonzerne ziehen an einem Strang, um Handynutzer auch in entlegenen Gebieten mit Mobilfunk aus dem Weltall zu erreichen. Die Deutsche Telekom, der britische Anbieter Vodafone, Telefónica aus Spanien und Orange aus Frankreich teilten mit, dass sie gemeinsam für Frequenzen für mobile Satellitendienste bieten wollen. Es geht um Frequenzen, die aller Voraussicht nach 2029 frei werden und bislang etwa für Internetverbindungen im Flugzeug genutzt werden.
12:45 Uhr
Warum es jetzt selbst bei Sparkassen Krypto gibt
Seit heute können die ersten Sparkassen-Kunden Kryptowährungen über die Sparkassen-App handeln. Das Angebot steht bei den ersten teilnehmenden Sparkassen zur Verfügung. Gleichzeitig warnen diese jedoch davor. Warum die Sparkassen das machen und für wen das Angebot gedacht ist, erklärt ntv-Börsenreporterin Nancy Lanzendörfer:
12:31 Uhr
Sanofi baut für Milliarden neue Insulinfabrik in Frankfurt
Der Pharmakonzern Sanofi hat in Frankfurt mit dem Bau einer neuen Insulinanlage begonnen, für die das Unternehmen mit Hauptsitz in Paris rund zwei Milliarden Euro investiert. Die Fabrik soll eine bestehende Insulinanlage ersetzen, die Versorgung für Diabetiker in Deutschland und Europa krisenfest machen sowie Tausende Jobs sichern. Nach Inbetriebnahme 2032 werde die Anlage zu den größten Produktionsstätten für Insulin in Europa gehören, erklärt der Konzern.
12:18 Uhr
Dax baut Verluste aus
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich in der Verlustzone festgesetzt. Am Mittag notierte der deutsche Leitindex 1,1 Prozent im Minus bei 25.337 Punkten. Der EuroStoxx50 verlor 1,0 Prozent auf 6141 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent fester bei 1,1209 US-Dollar.
12:03 Uhr
Elon Musk verspricht jedem Kind in USA eine SpaceX-Aktie
Elon Musk kündigt an, im kommenden Jahr jedem Kind in den USA eine Aktie der von ihm geführten Weltraumfirma SpaceX zu schenken. Das werde sein erster Schritt dieser Art “von vielen” sein, schreibt Musk bei X. Wie der Plan umgesetzt werden soll, bleibt offen.
In den USA leben nach jüngsten Volkszählungsdaten etwas mehr als 70 Millionen Kinder im Alter unter 18 Jahren. Zum aktuellen Kurs der SpaceX-Aktie wäre das Aktienpaket mehr als zehn Milliarden Dollar (8,92 Milliarden Euro) wert. Musks Vermögen wird von Bloomberg aktuell auf gut 900 Milliarden Dollar geschätzt. Es besteht hauptsächlich aus Aktien von SpaceX und Tesla.
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11:49 Uhr
Chefinnen-Anteil liegt deutlich unter dem EU-Schnitt
Frauen in Führungspositionen sind in Deutschland weiterhin unterrepräsentiert. Obwohl hierzulande fast ebenso viele Frauen erwerbstätig sind wie Männer, waren im vergangenen Jahr nur 30,3 Prozent der Führungspositionen von Frauen besetzt, also weniger als ein Drittel. Das teilt das Statistische Bundesamt mit. Der Wert liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt in der Europäischen Union von 35,9 Prozent.
Der geringe Anteil in Deutschland falle wegen der vergleichsweise hohen Zahl erwerbstätiger Frauen besonders auf, erklären die Statistiker. Ihr Anteil an allen Erwerbstätigen lag 2025 bei 47,1 Prozent und damit leicht über dem EU-Durchschnitt.
In Italien etwa seien zwar weniger Frauen erwerbstätig, dennoch seien mit 28,6 Prozent ähnlich viele Führungspositionen weiblich besetzt wie in Deutschland. In Österreich sei der Anteil weiblich besetzter Führungspositionen mit 37,2 Prozent deutlich höher gewesen – bei einer ähnlichen Quote von Frauen an allen Erwerbstätigen.
11:16 Uhr
Nvidia-Chef geht mit Deutschland hart ins Gericht
Nvidia-Chef Jensen Huang übt scharfe Kritik an Deutschland: Es schmerze ihn, dass ein hochentwickeltes Land technologisch zurückfalle. Kanzler Merz empfängt am Abend 200 Konzernlenker in Berlin.
11:02 Uhr
Industrie streicht in nur sieben Jahren rund 500.000 Jobs
Die deutsche Industrie hat in den vergangenen Jahren Hunderttausende Arbeitsplätze verloren. Nach einer Studie des Ifo-Instituts arbeiteten Ende 2025 rund 496.000 Menschen weniger in deutschen Industrieunternehmen als zu Beginn des Jahres 2019. Das entspricht einem Minus von 7,1 Prozent. Besonders hart trifft es den Angaben zufolge die traditionellen Kernbranchen: Die Autoindustrie und ihre Zulieferer strichen laut Ifo 123.500 Stellen, ein Minus von 13 Prozent. Hersteller von Metallerzeugnissen bauten demnach 115.600 Jobs ab, der Maschinenbau 64.500.
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10:37 Uhr
Mediamarkt-Mutter bekommt neue Finanzvorständin
Ceconomy, die Muttergesellschaft von Mediamarkt und Saturn, bekommt zum 1. Januar eine neue Finanzvorständin. Wie die Elektronikmarkthandelskette, die nun mehrheitlich dem chinesischen Online-Giganten JD.com gehört, mitteilt, hat sie Virpy Richter zur Finanzvorständin (CFO) bestellt. Ihr Vorgänger, Remko Rijnders, ist seit 1. Juli CEO von Ceconomy.
Richter verfügt den Angaben zufolge über mehr als 25 Jahre Erfahrung in leitenden Finanz- und Managementfunktionen sowie umfangreiche Erfahrung in digitalen Geschäftsmodellen und Handel. Sie ist seit Juli 2019 Finanzvorständin des Berliner Unternehmens Awin AG.
10:21 Uhr
Roche legt wegen Sparpolitik sämtliche Investitionen auf Eis
Der Schweizer Pharmakonzern Roche stellt wegen der Sparpolitik der Bundesregierung im Gesundheitswesen alle künftigen Investitionen in Deutschland auf den Prüfstand. “Wir haben sämtliche künftigen Investitionsentscheidungen in Deutschland erst einmal auf Hold gesetzt”, sagte Roche-Deutschlandchef Daniel Steiners der “Welt”. “Für den Pharmabereich kann ich sagen, dass die Politik zuletzt sehr viel Vertrauen zerstört hat.”
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10:09 Uhr
Rheinmetall übernimmt Werft in Rumänien
Rheinmetall und die Schweizer Reederei MSC wollen die rumänische Mangalia-Werft südlich von Constanța übernehmen. Der Zuschlag sei im Rahmen einer Auktion erteilt worden, teilt der Düsseldorfer Konzern mit. Ziel sei der Aufbau eines Fertigungsstandorts sowohl für zivile als auch für militärische Schiffbauaktivitäten. Der Kaufpreis betrage rund 138 Millionen Euro.
09:57 Uhr
Französische Renditen steigen nach Gewaltausbruch
Die Renditen französischer Staatsanleihen sind nach den gewaltsamen Demonstrationen kräftig gestiegen. Damit wird es für die Regierung teurer, neue Schulden aufzunehmen – was die angespannte Haushaltslage tendenziell weiter verschärft. Die Rendite der französischen OAT steigt um 6 Basispunkte auf 4,849 Prozent, während die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe um 0,7 Basispunkte auf 3,403 Prozent fällt.
09:27 Uhr
Lindt & Sprüngli entlässt Konzernchef
Nach zwei Umsatzwarnungen innerhalb eines Jahres zieht Lindt & Sprüngli die Reißleine: Der Schweizer Schokoladenhersteller trennt sich von Konzernchef Adalbert Lechner. Der Verwaltungsrat hält eine neue Führung für nötig, um das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs zu bringen.
Der frühere Konzernchef Dieter Weisskopf übernimmt per sofort interimistisch die Führung, wie Lindt & Sprüngli mitteilte. Der 71-Jährige war viele Jahre Finanzchef und hatte den Konzern bereits bis 2022 geleitet. Außerdem gehört er dem Verwaltungsrat an. Ein dauerhafter Nachfolger soll im zweiten Quartal 2027 ernannt werden.
Der 65-jährige Lechner war 33 Jahre für Lindt & Sprüngli tätig und hatte Anfang 2022 die Konzernleitung übernommen. Zu den Umständen der Trennung machte das Unternehmen keine weiteren Angaben.
Lindt & Sprüngli kämpft seit Monaten mit Absatzproblemen. Wegen der stark gestiegenen Kakaopreise hatte der Hersteller von Lindor-Kugeln und Schokohasen seine Verkaufspreise massiv erhöht. Im ersten Halbjahr 2026 betrugen die Aufschläge durchschnittlich 11,8 Prozent. Gleichzeitig gingen die verkauften Mengen deutlich zurück.
Besonders in Deutschland, der Schweiz und Großbritannien reagierten die Konsumenten empfindlicher auf die höheren Preise als erwartet. Lindt begann deshalb bereits im Sommer, einzelne Produkte wieder günstiger anzubieten. Zudem setzt der Konzern auf kleinere Packungen.
Auch in Deutschland kommt es zu einem Führungswechsel. Länderchef Michal Spiller verlässt das Unternehmen nach 23 Jahren. Sein Nachfolger wird der bisherige Österreich-Chef Ali Kulein.
09:09 Uhr
Der Dax schwächelt
Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Verlusten in den Tag. Der Dax verliert 0,4 Prozent auf 25.517 Punkte.
08:51 Uhr
Gute Nachrichten von der deutschen Industrie
Das Auftragspolster der deutschen Industrie wird dank eines wachsenden Neugeschäfts immer dicker. Der Bestand legte im August inflationsbereinigt um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat und damit bereits zum siebten Mal in Folge zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das Auftragspolster ist damit so dick wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2015. Verglichen mit dem Vorjahresmonat legte der Bestand offener Aufträge sogar um 10,7 Prozent zu.
“Über kurz oder lang wird das auch in der Produktion ankommen”, sagte der Chefvolkswirt der Bank Bethmann HAL, Alexander Krüger. Vor allem die Rüstungsindustrie, die zunehmend von staatlichen Aufträgen profitiert, dürfte einen Beitrag leisten. Schwierige Standortbedingungen stünden einer deutlichen Erhöhung der Kapazitäten vorerst aber entgegen. “Mancher Auftrag wird deshalb erst einmal offen bleiben”, sagte Krüger.
Zur positiven Entwicklung im August trugen der Maschinenbau (+0,5 Prozent zum Vormonat), der Bereich Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge (+0,3 Prozent) und die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+1,4 Prozent) bei. Letztere profitieren vom weltweiten Trend zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. “Negativ beeinflusste das Gesamtergebnis hingegen der Rückgang in der Automobilindustrie“, stellten die Statistiker fest. Hier gab es ein Minus von 0,4 Prozent.
08:26 Uhr
Dax vor schwachem Start
Der Dax wird der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. Der Broker Lang & Schwarz indiziert den Leitindex 0,2 Prozent im Minus. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex ein Prozent höher bei 25.622,61 Punkten geschlossen.
07:54 Uhr
Chinas Wirtschaft wächst, doch die Probleme bleiben
Chinas Wirtschaft hat im Sommer etwas an Tempo gewonnen, doch die Probleme im eigenen Land bleiben groß. Das Bruttoinlandsprodukt der zweitgrößten Volkswirtschaft stieg im dritten Quartal um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt in Peking mitteilte.
Chinas Wirtschaft entwickelt sich weiterhin sehr unterschiedlich. Vor allem das Auslandsgeschäft boomt. In den ersten neun Monaten stiegen die Exporte nach Angaben des chinesischen Zolls in US-Dollar gerechnet um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der riesige Handelsüberschuss sorgt zunehmend für Spannungen mit wichtigen Handelspartnern.
Im eigenen Land sieht die Lage dagegen deutlich schlechter aus. Zwar stiegen die Einzelhandelsumsätze im September gegenüber dem Vorjahr, dennoch bleibt der Konsum schwach. Viele Verbraucher halten sich weiterhin mit größeren Anschaffungen zurück.
Noch deutlicher zeigt sich die Schwäche bei den Investitionen. In neue Fabriken, Maschinen, Gebäude und Infrastruktur floss insgesamt weniger Geld als im Vorjahr.
Eine Immobilienkrise belastet die Wirtschaft gleich mehrfach. Viele Wohnungen verlieren an Wert. Das verunsichert die Besitzer, die deshalb weniger Geld ausgeben. Bauunternehmen starten weniger neue Projekte und vergeben dadurch auch weniger Aufträge. Gleichzeitig fehlt vielen Städten Geld. Sie haben lange gut daran verdient, Grundstücke an Bauunternehmen zu vergeben. Doch seit der Immobilienkrise sind diese Einnahmen stark gesunken.
07:15 Uhr
Bei Volkswagen droht der nächste Einschnitt
Volkswagen plant offenbar einen weiteren Schritt, um Kosten zu senken. Der größte europäische Autokonzern will wohl für viele seiner weltweit insgesamt 600.000 Beschäftigten bis 2030 die Gehälter einfrieren. Das geht aus internen Unterlagen hervor, die die “Süddeutsche Zeitung” einsah. Der Verzicht auf Lohnerhöhungen könnte für die Betroffenen wegen der Inflation einen Einkommensverlust von rund 10 Prozent bedeuten.
Die Pläne könnten neue Einschränkungen für die 275.000 Beschäftigten des Konzerns in Deutschland bedeuten, so die Zeitung. Die geplante lange Nullrunde ergibt sich aus internen Unterlagen, in denen der vom Vorstand beschlossene Zukunftsplan “Group Target Picture” für das internationale Management aufbereitet wird. Darin ist von einer “Neuausrichtung” der internationalen Tarifverhandlungen die Rede. Die ab dem vierten Quartal geltenden neuen Richtlinien für die Verhandlungen sehen einen “Pay freeze until 2030” vor, ein Einfrieren der Gehälter durch “Aussetzen von Lohnerhöhungen”. Zu den Richtlinien zählt auch die Reduzierung der variablen Vergütung, spezieller Zahlungen und Vorteile sowie Stellenabbau.
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06:48 Uhr
Ölpreise fallen
Die Aussicht auf ein größeres Angebot aus Russland hat die Ölpreise auf Talfahrt geschickt. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor einige Sanktionen gegen Moskau ausgesetzt, was zu höheren russischen Exporten führen könnte.
Am Rohstoffmarkt verbilligt sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,7 Prozent auf 108,02 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,6 Prozent schwächer bei 100,75 Dollar. “Die Kombination aus einem weicheren Ton bei den Sanktionen und einigen Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Kursgewinnen hilft, den Aufwärtstrend kurzfristig zu begrenzen”, sagt Analyst Tim Waterer von KCM Trade.
06:25 Uhr
Verluste in Japan
Sorgen um die immensen Kosten für Künstliche Intelligenz belasten die asiatische Aktienmärkte, während überraschend starke Wirtschaftsdaten aus China die Verluste eindämmen.
Die japanische Börse tendiert schwächer. In Tokio gibt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,2 Prozent auf 64.534 Punkte nach, der breiter gefasste Topix notiert 0,4 Prozent niedriger bei 4.050 Zählern. Die Börse Shanghai gewinnt hingegen 0,3 Prozent auf 3727 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt um 0,4 Prozent auf 4185 Punkte.
In Japan drücken schwache Vorgaben der Wall Street und Zinssorgen die Kurse von Technologieunternehmen. Notenbankchef Kazuo Ueda signalisierte, dass die Kerninflation nahe dem Zielwert von zwei Prozent liege und die starke KI-Nachfrage den Preisdruck erhöhe. “Während chipbezogene Aktien den Index nach unten ziehen, dürften Käufe von Substanz- und defensiven Werten den Markt stützen”, sagt Analyst Yuta Okamoto von Tokai Tokyo.
Zu den größten Verlierern zählen Taiyo Yuden mit einem Minus von 7,4 Prozent sowie Sumitomo Electric und Sumco, die knapp 6 Prozent abgeben. Gefragt sind dagegen Toho mit einem Plus von 3,6 Prozent, Baycurrent und Aeon.
In China sorgte das Wirtschaftswachstum für Erleichterung: Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal um 4,5 Prozent und übertraf damit die Erwartungen, was den Druck auf die Regierung in Peking verringert, weitere aggressive Konjunkturpakete aufzulegen. Dennoch blieb die Stimmung angesichts der anstehenden US-Bilanzen von Tech-Giganten gedämpft. “Investoren sorgen sich schon lange, dass die KI-Einnahmen nicht ausreichen werden, um die massiven Vorabinvestitionen wieder hereinzuholen”, sagte Ökonom My Bui vom Vermögensverwalter AMP. Steigende Finanzierungskosten machten es zudem schwerer, den Ausbau der KI-Infrastruktur aufrechtzuerhalten.