Wie schmerzhaft ist eine Strafe, für die man nicht einmal eine Minute arbeiten muss? Cristiano Ronaldo (41) kann diese Frage beantworten. Nach dem Mega-Zoff zwischen Ronaldo und seinem Nationaltrainer Jorge Jesus (72) belegte der portugiesische Verband den Superstar mit einer Strafe von nur 255 Euro. Eine Summe, die Ronaldo wahrscheinlich schon mal als Trinkgeld im Restaurant lässt. Beim Blick auf das CR7-Gehalt wird deutlich, wie absurd die Strafe ist.
„A Bola“: Ronaldo verdient rund 250 Millionen Euro
Die Portugal-Medien rechnen belustigt vor: Laut der Sportzeitung „A Bola“ verdient Ronaldo beim Saudi-Klub Al-Nassr ein Grundgehalt von rund 208 Millionen Euro pro Jahr. Mit Boni könnte diese Summe fast 250 Millionen Euro erreichen. Der Europameister muss heruntergerechnet nur 38,6 Sekunden arbeiten, um die Strafe zu bezahlen. Die 255 Euro entsprechen etwa 0,00012 Prozent seines Jahresgehalts. Zum Vergleich: Der mittlere Bruttojahresverdienst mit Sonderzahlungen lag in Deutschland 2025 laut Statistischem Bundesamt bei 54 066 Euro. Eine „Ronaldo-Strafe“ würde für den durchschnittlichen Deutschen also 6,5 Cent bedeuten.
Nationaltrainer Jorge Jesus (72) setzte Ronaldo gegen Norwegen im September auf die Bank – der Beginn eines Dramas
Die portugiesischen Fans reagieren in den sozialen Medien mit Humor und Kritik auf die Strafe: „Lass uns ein Crowdfunding für ihn starten“, „Zahlt er in Raten?“, „Dieser Verband hat keine Glaubwürdigkeit“, heißt es unter den Meldungen der Tageszeitungen.
Live-Abrechnung mit Ronaldo: „Portugal ist keine Bratwurst-Mannschaft!“
Neben den 255 Euro wird Ronaldo einen Monat aus der Nationalmannschaft gesperrt. Da die Strafe bereits mit der vorläufigen Suspendierung am 30. September begonnen hatte, sind 20 Tage der verhängten Mindeststrafe von 30 Tagen schon verbüßt. Bedeutet: Eine Rückkehr des Nationalmannschaftskapitäns in den Kader für die Länderspiele am 14. November gegen Dänemark und am 17. November in Wales ist jetzt wieder möglich.
Mega-Zoff zwischen Ronaldo und Jorge Jesus
Grund für das Ronaldo-Drama: Im Rahmen der Nations League war es zum Mega-Zoff zwischen Nationaltrainer Jorge Jesus (72) und Ronaldo gekommen. Der Coach hatte entschieden, den mehrfachen Weltfußballer beim 2:1-Sieg über Norwegen über die volle Spielzeit auf der Ersatzbank zu lassen. Darauf reagierte Ronaldo mit der sofortigen Abreise nach dem Abpfiff des Spiels. Später warf er dem Trainer Wortbruch vor. Öffentlich erklärte Ronaldo: Vor dem Spiel gegen Norwegen habe man ihm einen Einsatz zugesichert. Weil die Zusage gebrochen wurde, war für ihn das Vertrauen zerstört.
Allerdings entschuldigte sich der Superstar auch bei Fans und Mitspielern für seinen überstürzten Abgang. Dabei soll er auch eingeräumt haben, dass sein Verhalten Konsequenzen verdient habe. Zudem versprach Ronaldo, jede Entscheidung der Disziplinarkommission zu akzeptieren. Dem sollte bei der Trinkgeld-Strafe nichts im Wege stehen.