
Ukraine-News
Stand: 17.10.2026 21:06 Uhr
20:48 Uhr
Rumänien schießt zwei Drohnen über Schwarzem Meer ab
Die rumänische Armee hat nach eigenen Angaben zwei Drohnen über dem Schwarzen Meer abgeschossen. Verteidigungsminister Radu Miruta erklärte am Abend, die Drohnen seien “illegal” in den rumänischen Luftraum eingedrungen. Er machte keine konkreten Angaben dazu, von wem die Drohnen stammten.
Miruta schrieb auf Facebook, beide Drohnen seien von F-16-Kampfjets etwa 20 Kilometer südöstlich der Stadt Sulina abgeschossen worden. Seit Anfang Oktober hat es im Schwarzen Meer mehrfach Drohnenangriffe auf Schiffe vor der bulgarischen und rumänischen Küste gegeben. Das Gebiet ist infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine immer wieder Schauplatz solcher Vorfälle. (Quelle: AFP)
Video:
Elf Vermisste nach Drohnenangriff auf Frachtschiffe (1 Min)
18:51 Uhr
Kritik an Trumps Aussetzung von Sanktionen auch von Republikanern
Demokratische und republikanische Kongressmitglieder haben die Aussetzung neuer Sanktionen gegen Russland durch US-Präsident Donald Trump verurteilt. “Mehr als unverantwortlich”, schrieb der republikanische Senator Thom Tillis auf der Plattform X. “Es ist unerhört, dass diese Regierung vor einem russischen Diktator kapituliert, der illegal in die Ukraine eingefallen ist und jeden Tag unschuldige Zivilisten niedermetzelt.”
Der republikanische Abgeordnete aus dem Repräsentantenhaus, Don Bacon, kritisierte auf X, dass Trump den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verlängere, statt ihn zu beenden. Auch von den Demokraten gab es dafür scharfe Kritik. Senator Richard Blumenthal schrieb auf X, dass die Aussetzung nichts mit der nationalen Sicherheit der USA zu tun habe. (Quelle: dpa)
17:15 Uhr
Starlink in Ukraine laut Selenskyj weiter eingeschränkt
Das militärisch wichtige Satelliteninternet Starlink funktioniert nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj über der Ukraine weiterhin nur gedrosselt. Tests in europäischen Ländern hätten überdies ergeben, dass die Drosselung nur sein Land betreffe, sagte Selenskyj nach Medienberichten in Kiew. Die Satelliten der US-Firma SpaceX verfolgten nicht die Antennen auf Flugobjekten, die schneller als 161 Kilometer in der Stunde fliegen, sagte der Präsident. Dies behindert ukrainische Drohnen sowohl bei der Abwehr russischer Jetdrohnen als auch bei eigenen Angriffen auf mittlere Distanzen. (Quelle: dpa)
16:55 Uhr
Selenskyj sucht Unterstützung für Getreide-Transit
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet offenbar die Nachbarländer Polen, Rumänien, die Slowakei und Ungarn wegen einer Blockade im Schwarzen Meer um den Transit von Getreidelieferungen. Das berichtet der ungarische Sender RTL unter Berufung auf den Ministerpräsidenten Ungarns, Peter Magyar. Magyar habe demnach keine Einwände, solange das Getreide lediglich durch Ungarn hindurch transportiert werde. Selenskyj zufolge würde der Transport von Mais in versiegelten Güterwaggons nach Westeuropa der Ukraine helfen. Hintergrund dieser Maßnahme könnte sein, dass die Länder verhindern wollen, dass sehr günstiges Getreide aus ukrainischer Produktion auf den Märkten der Transit-Länder landet und dadurch die einheimischen Bauern unter Preisdruck setzt. (Quelle: Reuters)
13:38 Uhr
Selenskyj kritisiert Aussetzung von US-Sanktionen
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat die Aussetzung der neuen US-Sanktionen gegen Russland kritisiert. Er schrieb bei Telegram, eine Lockerung des Drucks auf Russland und finanzielle Belohnungen seien für Kremlchef Wladimir Putin nur Ansporn, weiter zuzuschlagen. Selenskyj beklagte dabei, dass Trump sich zu dem Schritt entschlossen habe, einen Tag nachdem Moskau einen der massivsten Schläge gegen die ukrainische Energieinfrastruktur ausgeführt habe. (Quelle: dpa)
11:05 Uhr
Verletzte nach Angriffen auf Saporischschja
Russland hat in der Nacht erneut die südukrainische Stadt Saporischschja angegriffen. Nach ukrainischen Angaben gab es fünf verletzte Zivilisten, unter ihnen ein elf Jahre altes Mädchen.
Video:
Verletzte bei Angriffen auf Saporischschja (1 Min)
10:20 Uhr
Kreml erfreut über Trumps Stopp der US-Sanktionen
Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, ein vom Kongress beschlossenes neues Sanktionspaket gegen Russland auszusetzen, ist im Kreml begrüßt worden. “Die Aussetzung des Graham-Gesetzes durch die Trump-Regierung ist ein wichtiger und wahrhaft historischer Moment”, erklärte der Wirtschaftsbeauftragte von Präsident Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, in Onlinenetzwerken. Die Sanktionen hätten “schwere Schäden” in der US-Wirtschaft sowie auf den globalen Märkten verursacht. (Quelle: AFP)
10:16 Uhr
Moskau meldet Angriffe auf ukrainische Infrastruktur
Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht großflächig ukrainische Infrastrukturziele angegriffen. Darunter befinde sich das größte Stahlwerk des Landes in Krywyj Rih, das dem Konzern ArcelorMittal gehört, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Anlage hat ihren Betrieb nach einer Reihe russischer Raketenangriffe seit September eingestellt. Zudem seien ein Umspannwerk in Schytomyr, ein weiteres Stahlwerk in Saporischschja sowie ein Frachtschiff im Schwarzen Meer getroffen worden. Letzteres habe Militärgüter für den Hafen von Odessa geladen. Unterdessen wurde bei ukrainischen Drohnenangriffen in der russischen Region Belgorod eine Frau getötet, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Rettungskräfte meldet. (Quelle: Reuters)
04:46 Uhr
Trump setzt neue Russland-Sanktionen kurz vor Inkrafttreten aus
US-Präsident Donald Trump hat neue Strafzölle und Sanktionen gegen Russland kurz vor ihrem geplanten Inkrafttreten ausgesetzt. Die Maßnahmen sollten den Kreml wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine stärker unter Druck setzen. Trump begründete die Entscheidung in einem Dekret damit, dass die Aussetzung derzeit im nationalen Interesse der USA liege.
Das vom US-Kongress mit parteiübergreifender Mehrheit verabschiedete Gesetz hatte Trump erst Mitte September unterzeichnet. Es sieht unter anderem Zölle von bis zu 100 Prozent auf Waren aus Ländern vor, die große Mengen russischen Öls und Gases kaufen. Zuletzt hatte Trump bereits Sanktionen gelockert, um russische Diesellieferungen zu ermöglichen. (Quellen: dpa, Reuters)
Video:
Trump wendet sich gegen die Ukraine (2 Min)
16.10.2026 23:59 Uhr
Ukraine-News am Freitag, 16. Oktober 2026
16.10.2026 21:27 Uhr
Bulgarien ermittelt wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen
Nach einem Drohnenangriff auf ein Handelsschiff im Schwarzen Meer hat die bulgarische Militärstaatsanwaltschaft Ermittlungen wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen eingeleitet. Die Untersuchung beziehe sich auf den Angriff auf den Frachter “Chelsea 3” vom Dienstag vor der bulgarischen Küste, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Geprüft werde unter anderem, ob Anweisungen erteilt worden seien, die zivile Besatzung zu töten und großflächige Zerstörungen an dem Schiff anzurichten.
Die unter maltesischer Flagge fahrende und der Ukraine gehörende “Chelsea 3” war nach Angaben der Besatzung von drei Drohnen getroffen worden. Alle 15 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Ein weiteres Schiff wurde bei einem Angriff am selben Tag getroffen und sank. Elf Besatzungsmitglieder gelten seither als vermisst. (Quelle: AFP)
16.10.2026 19:50 Uhr
Papst telefoniert mit Putin und fordert Waffenruhe im ukrainischen Oleschky
Der vor drei Tagen wegen Lungenkrebs operierte Papst Leo XIV. hat vom Krankenhaus aus mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert und um eine Waffenruhe in der umkämpften ukrainischen Stadt Oleschky gebeten. Der Papst habe “zu einer Waffenruhe aufgerufen, um die Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung zu ermöglichen”, teilte der Vatikan mit.
Der Kreml machte Kiew für die humanitäre Krise in Oleschky verantwortlich. Oleschky liegt am Ufer des Dnjepr in der Region Cherson im von Russland besetzten Süden der Ukraine und wird von beiden Armeen in die Zange genommen. Russland hatte die Stadt schon 2022 erobert. (Quelle: AFP)
16.10.2026 17:52 Uhr
Selenskyj bittet EU um 70 Milliarden Euro für 2027
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die EU-Staats- und Regierungschefs für das kommende Jahr um 70 Milliarden Euro für die Verteidigung gegen Russland gebeten. “Der Krieg wird im nächsten Jahr 155 Milliarden Euro kosten, und wir brauchen von Ihnen mindestens 70 Milliarden Euro für unsere Verteidigung”, sagte Selenskyj beim EU-Gipfel in Brüssel. Er bat die EU-Staats- und Regierungschefs, diese Unterstützung zu ermöglichen.
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte Selenskyj am Vormittag bereits in Aussicht gestellt, auch über den Finanzierungsbedarf für 2027 zu sprechen. (Quelle: AFP)
Video:
EU-Gipfel: Selenskyj zu Gast in Brüssel (2 Min)
16.10.2026 16:59 Uhr
US-Regierung bestreitet Anordnung der Starlink-Drosselung
Die US-Regierung hat bestritten, dass US-Präsident Donald Trump die zeitweise Drosselung des Satelliten-Kommunikationsdienstes Starlink in der Ukraine angeordnet hat. “Eine solche Bitte ist vom Präsidenten niemals geäußert worden”, sagte ein US-Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. Ob jemand anderes im Weißen Haus dies veranlasst haben könnte, blieb unklar.
Der Technologieunternehmer Elon Musk hatte am Mittwoch die Trump-Regierung für die Einschränkungen bei der Satellitenkommunikation verantwortlich gemacht. Das Satellitennetz von Musks Unternehmen SpaceX spielt eine wichtige Rolle bei der Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte an der Front. (Quelle: AFP)
16.10.2026 16:43 Uhr
Russland meldet Feuer nach Drohnenangriffen in Westsibirien
Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nach russischen Behördenangaben einen Brand etwa 2.500 Kilometer entfernt in Westsibirien ausgelöst. Das Feuer sei in einer Industrieanlage bei Surgut ausgebrochen, teilte der Gouverneur des Autonomen Kreises der Chanten und Mansen, Ruslan Kucharuk, auf Telegram mit. Der Schaden werde ermittelt. In sozialen Medien kursierten Fotos und Videos, die eine dunkle Rauchsäule zeigen. Eine Fabrik zur Verarbeitung von Gaskondensat des Konzerns Gazprom soll getroffen worden sein. Kucharuk äußerte sich offiziell nicht dazu.
Surgut liegt wie die Städte Tjumen und Omsk, die ebenfalls schon attackiert wurden, Tausende Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernt in Sibirien. Dies zeigt die gewachsene Reichweite ukrainischer Kampfdrohnen. (Quelle: dpa)
16.10.2026 13:31 Uhr
EU sichert Ukraine weitere Hilfe zu
Beim EU-Gipfel in Brüssel haben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Antonio Costa der Ukraine weitere Unterstützung zugesagt. Von der Leyen betonte bei einem gemeinsamen Auftritt mit Präsident Wolodymyr Selenskyj, die EU stehe trotz anhaltender russischer Angriffe auf die Energie- und Wasserinfrastruktur fest an der Seite des Landes. Zugleich kündigte sie an, den Druck auf Russland weiter erhöhen zu wollen. Das 22. EU-Sanktionspaket werde vorbereitet. Eine Aufhebung der Sanktionen komme erst infrage, wenn Russland den Krieg beende.
Selenskyj bedankte sich für die “riesige” Hilfe der Europäer. Man müsse aber unbedingt auch über die nötige Hilfe für sein Land im Jahr 2027 sprechen, sagte der ukrainische Präsident. (Quelle: Reuters)
16.10.2026 10:05 Uhr
Charkiw: Drei Tote bei russischem Drohnenangriff
In der ostukrainischen Stadt Charkiw sind Behördenangaben zufolge drei Menschen bei einem russischen Drohnenangriff getötet worden. Wie Regionalgouverneur Oleh Synehubow weiter mitteilte, wurden zudem mindestens fünf weitere Personen verletzt. Rettungskräfte seien im Einsatz. (Quelle: Reuters)
16.10.2026 08:32 Uhr
Russische Drohnenangriffe: Hunderttausende in der Ukraine ohne Strom
Bei russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine sind mehrere Menschen verletzt worden. Im Westen des Landes fiel zudem für Hunderttausende Menschen der Strom aus. In der an Polen grenzenden Region Wolyn seien 370.000 Menschen ohne Stromversorgung, teilte Gouverneur Roman Romaniuk auf Telegram mit. Ein Unternehmen mit ausländischen Investitionen sei getroffen worden, zwei Menschen seien verletzt worden. Polen ließ während der russischen Angriffe Kampfjets zum Schutz seines Luftraums aufsteigen. Eine Verletzung des Luftraums sei jedoch nicht festgestellt worden, teilten die Streitkräfte des EU- und Nato-Landes auf X mit.
Auch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew kam es zu Notabschaltungen, wie der private Energieversorger DTEK auf X mitteilte. In Uman in der Zentralukraine wurden nach Polizeiangaben fünf Menschen verletzt, als Drohnen in ein Wohnhaus einschlugen. (Quelle: Reuters)
16.10.2026 08:13 Uhr
Russland stellt Vermögen europäischer Unternehmen unter staatliche Verwaltung
Russland hat die lokalen Vermögenswerte mehrerer europäischer Unternehmen unter vorübergehende staatliche Verwaltung gestellt. Betroffen ist laut einem Dekret von Präsident Wladimir Putin unter anderem der deutsche Verpackungshersteller Menshen. Das im Sauerland ansässige Unternehmen produziert nach eigenen Angaben Verschlüsse und Spezialverpackungen und beschäftigt weltweit 1.400 Mitarbeiter. Auf der russischen Liste stehen außerdem der französische Bodenbelagshersteller Tarkett, der schwedische Verpackungsproduzent Sverige International Holdings und der niederländische Verpackungshersteller Sonoco.
Der Kreml begründet die Maßnahme mit der Rolle der EU-Staaten im Krieg. Die Entscheidung sei jedoch “umkehrbar”. Bereits im vergangenen Monat hatte die russische Regierung ähnliche Schritte gegen den Lebensmittelkonzern Nestlé sowie die Einzelhändler Auchan und Metro eingeleitet. (Quelle: Reuters)
16.10.2026 07:45 Uhr
Russland attackiert Ziele in Region Odessa
Das russische Militär hat nach eigenen Angaben eine Logistikanlage in der ukrainischen Region Odessa sowie ein Frachtschiff auf dem Weg dorthin angegriffen. Beide Ziele seien für militärische Zwecke genutzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Video:
Russland greift Energieanlage in Odessa an (1 Min)
16.10.2026 04:41 Uhr
Trump bezeichnet Selenskyj als Hindernis für Friedensabkommen
US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik am ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verschärft. Im Interview mit dem Sender Newsmax erklärte Trump, ein Friedensabkommen mit Russland sei nur ohne Selenskyj möglich. Dieser wolle in Wahrheit keine Einigung und sei ein schwierigerer Verhandlungspartner als Kreml-Chef Wladimir Putin.
Zugleich kritisierte Trump die Wiederaufnahme ukrainischer Angriffe auf russische Ölraffinerien. Diese trieben die weltweiten Energiepreise in die Höhe. Selenskyj hatte zuvor erklärt, die von Trump angekündigte Energie-Waffenruhe sei für die Ukraine nicht mehr gültig, weil Russland seine Angriffe auf ukrainische Energieanlagen fortgesetzt habe.
16.10.2026 02:35 Uhr
Bericht: Anweisung zur Drosselung von Starshield kam aus Weißem Haus
Die Anweisung zur Einschränkung des von der ukrainischen Armee genutzten Satellitensystems Starshield kam einem Insiderbericht zufolge aus dem Weißen Haus. Das US-Verteidigungsministerium sei angewiesen worden, den Dienst des Unternehmens SpaceX für das ukrainische Militär zu drosseln. Das berichteten zwei US-Regierungsvertreter und ein westlicher Regierungsvertreter. Wer die Entscheidung traf, blieb unklar.
Die Einschränkungen hatten nach ukrainischen Angaben Drohneneinsätze gegen russische Truppen und die Abwehr russischer Drohnen beeinträchtigt. Inzwischen funktionierten die Verbindungen wieder, allerdings nur bei Fluggeschwindigkeiten bis 160 Kilometer pro Stunde. Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter bestritt, dass Präsident Donald Trump eine solche Anweisung erteilt habe. (Quelle: Reuters)
16.10.2026 01:34 Uhr
Ein Verletzter bei ukrainischem Drohnenangriff auf russische Region Rostow
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die südrussische Region Rostow ist nach Behördenangaben ein Mann verletzt worden. Wie Gouverneur Juri Sljussar auf Telegram mitteilte, wurden Industrie- und Lageranlagen getroffen. Dabei brach ein Feuer aus. (Quelle: Reuters)
15.10.2026 23:59 Uhr
Ukraine-News am Donnerstag, 15. Oktober 2026
ein Mann verletzt worden. Wie Gouverneur Juri Sljussar auf Telegram mitteilte, wurden Industrie- und Lageranlagen getroffen. Dabei brach ein Feuer aus. (Quelle: Reuters)
Ukraine-News am Donner
15.10.2026 23:37 Uhr
Wadephul lehnt Wahlen während des Krieges ab
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj trotz der Kritik aus Washington die volle Unterstützung der Bundesregierung zugesichert. “Die Bundesregierung steht jedenfalls vollständig hinter dem Präsidenten, hinter der Regierung”, sagte Wadephul im ZDF.
Zugleich sprach sich der CDU-Politiker gegen Wahlen in der Ukraine während des Krieges aus. Zwar müsse es irgendwann wieder einen demokratischen Prozess geben, die aktuelle Kriegssituation lasse dies jedoch nicht zu. Jetzt sei nicht der Zeitpunkt, über Wahlen zu diskutieren. (Quelle: Reuters)
15.10.2026 22:47 Uhr
Russischer Angriff auf Energieanlage verursacht Stromausfälle in Kiew
Nach einem russischen Angriff auf eine Anlage der kritischen Energieinfrastruktur sind Teile der ukrainischen Hauptstadt Kiew und ihres Umlands ohne Strom. Das ukrainische Energieministerium teilte mit, die Reparaturarbeiten könnten beginnen, sobald die Sicherheitslage es zulasse.
Durch die Schäden an der Energieanlage ist nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko auch der Wasserdruck in mehreren Stadtteilen gesunken. Zudem geriet ein Wohnhaus in Brand, nachdem Drohnentrümmer auf das Grundstück gestürzt waren. Bereits am Mittwoch waren nach russischen Angriffen Hunderttausende Menschen in der Ukraine ohne Strom gewesen. (Quelle: dpa)
15.10.2026 21:36 Uhr
Sieben Seeleute nach Drohnenangriffen auf Tanker vor Rumänien vermisst
Bei Drohnenangriffen auf zwei Chemikalientanker vor der rumänischen Schwarzmeerküste sind sieben Seeleute vermisst worden. Nach Angaben der rumänischen Behörden gerieten beide Schiffe in Brand. Sie lagen nahe der Mündung des Sulina-Kanals vor Anker, einer wichtigen Exportroute für die Ukraine. Ein Nato-Militärvertreter erklärte, die Drohnen stammten aus Russland. Rumäniens Präsident Nicusor Dan bestätigte die Angriffe, machte aber keine Angaben zu den Verantwortlichen.
In den vergangenen zehn Tagen wurden nach Behördenangaben mindestens fünf weitere Frachtschiffe vor den Küsten Rumäniens und Bulgariens getroffen. (Quelle: Reuters)
15.10.2026 20:23 Uhr
Ukraine meldet Zerstörung von vier russischen Kampfjets bei Flugplatzangriff
Die ukrainische Armee hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Angriff auf einen Militärflugplatz in der russischen Region Woronesch vier Kampfflugzeuge vom Typ Su-34 zerstört. Zwei weitere Maschinen seien beschädigt worden. Für den nächtlichen Angriff seien ukrainische Langstreckenraketen vom Typ Neptun eingesetzt worden.
Selenskyj veröffentlichte ein Bild, das den beschädigten Flugplatz zeigen soll. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Eine Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums lag zunächst nicht vor. (Quelle: AFP)
15.10.2026 19:08 Uhr
Ukraine fehlen 40 Milliarden Dollar für Militärbedarf
Der Ukraine fehlen nach Angaben von Finanzminister Serhij Martschenko für das Jahr 2027 rund 40 Milliarden Dollar für Militärbedarf, der nicht im Haushalt ausgewiesen ist. Zudem müsse die Regierung Mittel zur Deckung eines Haushaltsdefizits von 32,6 Milliarden Dollar finden, erklärte er nach einer Konferenz von IWF und Weltbank. Die internationalen Partner seien jedoch bereit, an Lösungen für die Finanzierungsbedarfe der Ukraine zu arbeiten. (Quelle: Reuters)
15.10.2026 16:42 Uhr
Merz fordert zusätzliche Ukraine-Unterstützung
Beim EU-Gipfel in Brüssel hat Bundeskanzler Friedrich Merz zusätzliche Mittel zur Unterstützung der Ukraine gefordert. Der CDU-Politiker habe bei Treffen am Rande des Gipfels dafür plädiert, “dass wir alles tun, um der Ukraine auch über den Winter zu helfen, und auch im nächsten Jahr zu helfen”, sagte der Kanzler in Brüssel. “Wir sehen eine immer rücksichtsloser werdende Angriffswelle aus Russland gegen die Ukraine”, betonte Merz. (Quelle: AFP)
15.10.2026 13:59 Uhr
Angriffe auf Energieanlagen: Nahender Winter macht Ukrainern zu schaffen
Russland greift fast täglich Energieanlagen in der Ukraine an, eine Energie-Waffenruhe ist nicht in Sicht. Die Strom- und Wasserausfälle machen den Menschen zu schaffen. Sie versuchen, sich für den Winter zu wappnen. Hören Sie dazu eine Reportage aus Kiew.
15.10.2026 10:53 Uhr
Drei Tote nach Drohnenangriffen in der Zentralukraine
Im zentralukrainischen Gebiet Kirowohrad sind infolge russischer Drohnenangriffe mindestens drei Menschen getötet worden. Sechs Menschen seien verletzt worden, teilte der ukrainische Zivilschutz bei Telegram mit.
Demnach dauerten die Angriffe über zehn Stunden. Einschläge habe es in der Gebietshauptstadt Kropywnyzkyj in Logistikzentren, Lagerhallen und Wohnhäusern gegeben. Auch die Transportinfrastruktur in der Region sei angegriffen worden. (Quelle: dpa)
15.10.2026 09:48 Uhr
Update: Selenskyj kündigt neue Angriffe auf russische Raffinerien an
Die Ukraine will ihre Angriffe auf russische Öl-Raffinerien wieder aufnehmen. Das kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj in der “Financial Times” an. “Die Blockade ist aufgehoben. Wir sind damit durch”, erklärte er.
Die Ukraine hatte die Angriffe Selenskyj zufolge Anfang der Woche für zwei Tage ausgesetzt, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe beider Kriegsparteien bei Angriffen auf Energieanlagen angekündigt hatte. Russland griff Berichten zufolge aber dennoch weiter ukrainische Energieanlagen an.
Russland hatte bereits am Mittwoch neue ukrainische Angriffe auf Ölverarbeitungsanlagen in den Gebieten Rjasan und Saratow gemeldet. Aus Rjasan wurde heute eine weitere Drohnenattacke gemeldet. (Quellen: Reuters, dpa)
15.10.2026 03:42 Uhr
Großbritannien gibt 17 Millionen Pfund für Reparaturen in Tschernobyl
Die britische Regierung stellt 17 Millionen Pfund für Reparaturen am ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl bereit. Das Geld soll nach Angaben aus London für die Instandsetzung der Schutzhülle und des Belüftungssystems verwendet werden. Ein russischer Drohnenangriff hatte die Schutzhülle des stillgelegten Kraftwerks im vergangenen Jahr beschädigt. In Tschernobyl hatte sich 1986 der schwerste Atomunfall der Geschichte ereignet. (Quelle: Reuters)
15.10.2026 03:20 Uhr
Bericht: USA wollen eingefrorenes russisches Staatsvermögen für Friedensgespräche nutzen
Die USA haben europäischen Staaten einem Medienbericht zufolge vorgeschlagen, einen Teil des eingefrorenen russischen Staatsvermögens freizugeben und in ein von Washington beaufsichtigtes Finanzinstrument zu übertragen. Damit sollten die festgefahrenen Friedensgespräche über die Ukraine wiederbelebt werden, berichtete die “Financial Times” unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Europäische Vertreter hätten den Vorschlag der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner zurückgewiesen. (Quelle: Reuters)
15.10.2026 02:09 Uhr
Rumänien untersucht möglichen Drohnenangriff auf Tanker im Schwarzen Meer
Nach einer Explosion auf einem Tanker vor der rumänischen Schwarzmeerküste untersuchen die Behörden die Ursache. Ob das unter der Flagge der Komoren fahrende Schiff “Yara J” von einer Drohne getroffen wurde, ist nach Angaben von Verteidigungsminister Radu Miruta unklar. Die rumänische Luftabwehr habe keine Drohne auf dem Weg zu dem Schiff registriert.
Die 17 Besatzungsmitglieder konnten den anschließenden Brand selbst löschen. Niemand wurde verletzt. Der unbeladene Tanker war nahe der ukrainischen Grenze vor Anker gelegen und ist nun auf dem Weg zum Hafen Constanta. Dort soll die Brandursache untersucht werden. (Quellen: Reuters, AFP, dpa)
15.10.2026 01:17 Uhr
Ukraine meldet Verbesserung der Starlink-Verbindungen nach Einschränkungen
Nach erheblichen Einschränkungen bei der Satellitenkommunikation hat das ukrainische Verteidigungsministerium eine Verbesserung der Starlink-Verbindungen gemeldet. Empfangsgeräte könnten nun auch bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde wieder eine Verbindung halten. Zuvor hatten die Störungen nach ukrainischen Angaben Drohneneinsätze scheitern lassen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den US-Unternehmer Elon Musk aufgefordert, die Verbindungen wiederherzustellen. Musk verwies darauf, dass das militärische Satellitensystem Starshield von der US-Regierung kontrolliert werde. Beschränkungen bei Geschwindigkeit und Nutzung würden vom US-Militär und letztlich vom Präsidenten festgelegt. (Quellen: Reuters, AFP)
14.10.2026 23:59 Uhr
Ukraine-News am Mittwoch, 14. Oktober 2026
der US-Regierung kontrolliert werde. Beschränkungen bei Geschwindigkeit und Nutzung würden vom US-Militär und letztlich vom Präsidenten festgelegt. (Quellen: Reuters, AFP)
Ukraine-News am Mittwoch, 14. Okto
14.10.2026 23:38 Uhr
Selenskyj fühlt sich durch Trumps Russland-Politik betrogen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fühlt sich durch den Diesel-Deal von US-Präsident Donald Trump mit Russland und dessen jüngste Entscheidungen im Ukraine-Krieg betrogen. Auf eine entsprechende Frage des britischen Moderators Piers Morgan antwortete Selenskyj mit Ja. Es sei schmerzhaft, wenn Trump nicht die Seite der Ukraine wähle. Das sei “nicht die richtige Seite der Geschichte”.
Selenskyj kritisierte auch Trumps Ankündigung einer Energie-Waffenruhe, auf die weitere russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen gefolgt seien. Die Ukraine könne sich keine Schwäche erlauben, betonte er. Es gehe nicht um Geschäfte, sondern um das Überleben seines Landes. (Quelle: dpa)
14.10.2026 22:49 Uhr
Le Pen fordert Ende der französischen Finanzhilfen für die Ukraine
Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hält eine weitere finanzielle Unterstützung der Ukraine durch Frankreich für nicht tragbar. “Wir können die Ukraine nicht mehr finanzieren”, sagte sie vor Journalisten in Brüssel. Zur Begründung verwies Le Pen auf die angespannte Wirtschaftslage Frankreichs. Das Land habe ein hohes Haushaltsdefizit und ein schwaches Wirtschaftswachstum. (Quelle: Reuters)
14.10.2026 22:14 Uhr
Brand in weiterer Starlink-Anlage in Bulgarien: Sabotage vermutet
Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf eine Starlink-Anlage in Polen ist auch in Bulgarien eine Bodenstation des Satelliteninternetdienstes in Brand geraten. Regierungschef Rumen Radew bestätigte den Vorfall nahe Sofia. Nach Angaben der Opposition sollen am 9. Oktober elf von 17 Antennen vorsätzlich angezündet worden sein. Der bulgarische Geheimdienst geht von Sabotage aus.
Bulgarischen Medien zufolge wurden zwei Verdächtige mit deutschen Pässen festgenommen. Eine mögliche Verbindung zum Anschlag auf eine Starlink-Anlage in Polen wird geprüft. Dort waren am Dienstag zwei mutmaßliche Täter in Deutschland festgenommen worden. Die polnische Regierung vermutet russische Geheimdienste hinter der Tat. Starlink ist für die Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte von großer Bedeutung. (Quelle: dpa)
14.10.2026 21:52 Uhr
Update: Russischer Soldat nach Tötung von fünf Ukrainern bei Charkiw festgenommen
Ukrainische Behörden haben in der Region Charkiw einen russischen Soldaten festgenommen, der fünf ukrainische Soldaten hinter der Front erschossen haben soll. Nach Angaben des ukrainischen Innenministers Iwan Wyhowskyj wird geprüft, ob der Verdächtige einem russischen Aufklärungs- und Sabotagetrupp angehörte. Zur Tarnung soll er Zivilkleidung getragen haben.
Die fünf Soldaten waren am Dienstag in einem Wohnhaus im frontnahen Ort Momotowe erschossen worden. Der Festgenommene steht zudem im Verdacht, zuvor einen Angler getötet zu haben, weil er offenbar befürchtete, entdeckt zu werden. (Quelle: dpa)
14.10.2026 20:49 Uhr
Russland wirft der Ukraine Angriffe auf zwei Raffinerien vor – Ukraine widerspricht
Russlands Energieminister Alexander Nowak wirft der ukrainischen Armee Angriffe auf zwei Raffinerien vor. Nowak sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge, Ölverarbeitungsanlagen in den Gebieten Rjasan und Saratow seien attackiert worden. Unabhängige Bestätigungen für seine Aussagen gab es nicht.
In der Ukraine wurde Nowaks Äußerung als Falschinformation bezeichnet. Der Kommunikationsberater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Dmytro Lytwyn, sagte dem Nachrichtenportal “Ukrajinska Prawda”, Raffinerien seien nicht angegriffen worden. Einen erfolgreichen Angriff habe es hingegen auf ein Datenverarbeitungszentrum gegeben. (Quelle: dpa)
14.10.2026 18:02 Uhr
EU überweist Ukraine Milliardensumme für Drohnen und Raketen
Die EU hat der Ukraine fast 2,9 Milliarden Euro für den Kauf von Rüstungsgütern überwiesen. Das teilte die Kommission in Brüssel mit. Mit dem Geld sollen unter anderem Drohnen und Luftabwehrraketen beschafft werden.
“Diese Mittel werden der Ukraine helfen, ihren dringenden Bedarf auf dem Schlachtfeld zu decken und ihre Verteidigungsfähigkeit gegen den russischen Angriffskrieg zu stärken”, sagte ein Sprecher der EU-Kommission. (Quelle: dpa)
14.10.2026 17:58 Uhr
Fünf ukrainische Soldaten in Wohnhaus erschossen
Fünf ukrainische Soldaten sind nach Behördenangaben hinter der Front bei Charkiw von einem Unbekannten erschossen worden. Nach dem Täter werde gefahndet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine mit. Ermittelt werde in mehrere Richtungen.
Insbesondere werde geprüft, ob der Schütze zu einem Aufklärungs- und Sabotagetrupp der russischen Armee gehören könnte. Die Tat ereignete sich demnach am Dienstag in einem Wohnhaus im Landkreis Charkiw im Osten des Landes. (Quelle: dpa)
14.10.2026 17:05 Uhr
ARD-Korrespondent: Entwicklung in Sachsen-Anhalt bereitet Ukrainern Sorge
Die politische Entwicklung in Sachsen-Anhalt beschäftigt nach Informationen von ARD-Korrespondent Niels Bula in Kiew auch die Menschen in der Ukraine. Bula sagte MDR AKTUELL, es gebe die Sorge vor negativen Auswirkungen auf die finanzielle und militärische Unterstützung. Die AfD gelte in der Ukraine als pro-russische Partei, die Kreml-Propaganda verbreite.
Video:
Sonderfall: AfD und BSW in Sachsen-Anhalt beschließen Ukraine-Resolution (3 Min)
Der Landtag in Sachsen-Anhalt hatte heute in einer Sondersitzung einen gemeinsamen Antrag von AfD und BSW beschlossen. Darin wird ein sofortiges Ende sämtlicher Ukraine-Hilfen verlangt. Die AfD hatte die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt deutlich gewonnen. Im Dezember will AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund bei der Wahl zum Ministerpräsidenten antreten. (Quelle: MDR)
14.10.2026 16:55 Uhr
Polizei: 20 Bangladescher an der Front im Ukraine-Krieg gestorben
Im Ukraine-Krieg sind nach Angaben der Polizei in Bangladesch mindestens 20 Staatsangehörige des südasiatischen Land getötet worden. Ermittelt wird demnach wegen Menschenhandel. Die Getöteten sollen vorher unter falschen Arbeitsversprechen nach Russland gelockt worden sein. Vorläufige Untersuchungen hätten ergeben, dass sie eigentlich kriegsuntauglich gewesen und als “Köder” an die Front geschickt worden seien.
Mitglieder eines international operierenden Schleusernetzwerks hätten die Betroffenen mit Hilfe lokaler “Agenten” als Bauarbeiter angeworben. Nach ihrer Ankunft seien sie jedoch gedrängt worden, ein dreiwöchiges Training zu absolvieren, das sie für den Kriegseinsatz vorbereiten sollte. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Nach Polizeiangaben wurden zwei mutmaßliche Mitglieder der Schleuserbande inzwischen festgenommen. (Quelle: dpa)
14.10.2026 15:32 Uhr
Tote im westukrainischen Luzk
Durch russische Drohnenangriffe sind in der westukrainischen Großstadt Luzk mindestens sechs Menschen getötet worden. Etwa ein Dutzend weitere Menschen sei verletzt worden, teilte die Militärverwaltung des Gebiets Wolhynien in sozialen Netzwerken mit. Demnach gerieten ein Wohnheim und ein Lebensmittelgeschäft in Brand, zudem wurde ein Wohngebäude im Stadtzentrum beschädigt. Luzk ist etwas mehr als 80 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. (Quelle: dpa)
Video:
Mindestens sechs Tote nach Angriff auf Luzk (1 Min)
14.10.2026 15:15 Uhr
Ukraine meldet Rückeroberung von 16 Dörfern in Donezk
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben bei ihrer Gegenoffensive in der ostukrainischen Region Donezk inzwischen 16 Dörfer von russischen Truppen zurückerobert. Zuletzt seien drei weitere Ortschaften befreit worden, sagte Brigadegeneral Andrij Bilezkyj. Das zurückeroberte Gebiet umfasse nun 277 Quadratkilometer. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben liegt bislang nicht vor.
Die Offensive richtet sich gegen russische Stellungen nördlich der strategisch wichtigen Stadt Slowjansk. Bilezkyj erklärte, Russlands Ziel einer vollständigen Eroberung der Regionen Donezk und Luhansk werde auf absehbare Zeit nicht erreicht. Die Gegenoffensive ist Teil eines Einsatzes des Dritten Armeekorps der Ukraine, das die russischen Truppen in dem Gebiet zurückdrängen soll. (Quelle: Reuters)
14.10.2026 13:04 Uhr
Prozess um Nord-Stream-Anschlag hat begonnen
Rund vier Jahre nach dem Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee hat in Hamburg der Prozess gegen einen der mutmaßlichen Täter begonnen. Der 50 Jahre alte Ukrainer Serhij K. muss sich vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts unter anderem wegen des Vorwurfs eines Kriegsverbrechens verantworten. (Quelle: dpa)
Video:
Prozess um Nordstream-Sprengung gestartet (1 Min)
14.10.2026 08:55 Uhr
Selenskyj beklagt fehlende Vorwarnung bei Raketenangriff auf Kiew
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert, dass es bei dem russischen Raketenangriff auf Kiew keine Warnungen von Verbündeten gegeben habe. Selenskyj erklärte, wie schon am Vortag hätten die internationalen Partner auch diesmal keine Hinweise auf einfliegende Raketen gegeben.
Das ukrainische Nachrichtenportal “The Kyiv Independent” berichtete, unmittelbar nach Auslösung des Luftalarms seien schon die ersten Explosionen in der Millionenmetropole zu hören gewesen.
Selenskyj betonte, es sei “überhaupt nicht gerecht”, wenn Russland Energieanlagen zerstöre “und die Ukraine nicht einmal Warnungen vor dem Start von ballistischen Raketen erhält”. Es sei wichtig, dass die USA sehen würden, was vor sich gehe und wer Schuld daran habe, dass der Krieg weitergehe. (Quelle: dpa)
14.10.2026 08:31 Uhr
Update: Zwei Tote bei russischen Raketenangriff auf Kiew
Bei einem erneuten russischem Angriff mit ballistischen Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet und mehr als 20 verletzt worden. Ein neunstöckiges Wohnhaus wurde getroffen und geriet in Brand.
Video:
Mindestens zwei Tote nach russischem Raketenangriff auf Kiew (1 Min)
Zuvor hatte eine russische Rakete nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Heizkraftwerk in Kiew getroffen. (Quellen: dpa, AFP, Reuters)
14.10.2026 07:47 Uhr
Russland meldet ein Todesopfer nach Drohnenangriff
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Oblast Saratow ist nach russischen Angaben ein Mensch getötet worden. In der Stadt Balakowo an der Wolga seien außerdem Häuser beschädigt worden, teilte Gouverneur Roman Busargin auf Telegram mit, ohne weitere Details zu nennen.
In Balakowo gibt es ein Kernkraftwerk und ein Wasserkraftwerk, dessen Staudamm die Wolga überspannt. (Quelle: Reuters)
14.10.2026 03:57 Uhr
Zwölf US-Senatoren fordern Ende von Trumps Diesel-Deal mit Russland
Zwölf US-Senatoren von Republikanern und Demokraten haben Präsident Donald Trump aufgefordert, seine Vereinbarung über russische Diesellieferungen rückgängig zu machen. In einem gemeinsamen Brief bezeichneten sie den Deal als “Verrat” an der Ukraine und den Verbündeten der USA. Zu den Unterzeichnern gehören sechs Republikaner, darunter der frühere Senatsvorsitzende Mitch McConnell.
Die Senatoren warnen, dass Russland durch die Lieferungen zusätzliche Einnahmen zur Finanzierung seines Angriffskriegs gegen die Ukraine erhalten könnte. Zugleich bezweifeln sie, dass der Deal die hohen Kraftstoffpreise in den USA spürbar senken wird. Trump hatte die Vereinbarung mit Kreml-Chef Wladimir Putin am Freitag bekannt gegeben. (Quelle: AFP)
14.10.2026 01:57 Uhr
Ukraine-Botschafter empört über AfD-BSW-Antrag von Magdeburg
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksij Makeiev, hat den geplanten Beschluss im Magdeburger Landtag zu den Ukraine-Hilfen kritisiert. In den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sprach Makeiev von einem “Gipfel der Absurdität”. Zur Forderung nach einem Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine sagte der Diplomat, damit würden denjenigen die Waffen weggenommen, die sich verteidigten. Damit helfe man dem Mörder.
Der neue Landtag von Sachsen-Anhalt befasst sich heute in einer außerplanmäßigen Sitzung mit einem gemeinsamen Antrag von AfD und BSW zum Ende der Ukraine-Hilfe. (Quelle: epd)
14.10.2026 00:36 Uhr
EU startet weitere Beitrittsverhandlungen mit Ukraine und Moldau
Die Europäische Union hat die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau ausgeweitet. Bei Konferenzen in Luxemburg wurden Gespräche über zwei weitere Themenbereiche eröffnet. Dabei geht es um den europäischen Binnenmarkt sowie um Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum. Die irische EU-Ratspräsidentschaft sprach mit Blick auf die Ukraine von einem weiteren Meilenstein.
Beide Länder müssen für einen EU-Beitritt noch umfangreiche Reformen umsetzen. Vor allem bei der Korruptionsbekämpfung sehen Experten in der Ukraine weiterhin erheblichen Nachholbedarf. Mit einem Abschluss der Beitrittsverhandlungen wird dort frühestens im kommenden Jahrzehnt gerechnet. (Quellen: AFP, dpa)
13.10.2026 23:59 Uhr
Ukraine-News am Dienstag, 13. Oktober 2026
n der Ukraine weiterhin erheblichen Nachholbedarf. Mit einem Abschluss der Beitrittsverhandlungen wird dort frühestens im kommenden Jahrzehnt gerechnet.
13.10.2026 22:01 Uhr
Mindestens 25 Verletzte nach Angriff auf Universität
Aus mehreren ukrainischen Städten wurden russische Luftangriffe gemeldet. An einer Universität in Riwne wurden mindestens 25 Studenten verletzt. Nach Angaben der Nationalpolizei wurden auch mehrere Mitarbeiter der Universität verletzt. Auch weitere umliegende Gebäude und Autos seien beschädigt worden.
Video:
Mindestens 25 Studenten nach Angriff auf Universität verletzt (1 Min)
13.10.2026 20:58 Uhr
Offener Streit zwischen Selenskyj und Klitschko
Angesichts anhaltender russischer Angriffe auf Kiew ist offener Streit zwischen Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko und dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj über die Vorbereitungen auf den Winter ausgebrochen. Der Staatschef warf der Verwaltung der Hauptstadt vor, bei der Vorsorge gegen weitere Angriffe auf die Energieversorgung hinter anderen Regionen zurückzubleiben.
Die Umsetzung der Notfallpläne sei “praktisch im ganzen Land weiter fortgeschritten als in Kiew”, so Selenskyj. Die Bewohner der Hauptstadt bekämen dies zu spüren, “wenn schon einzelne Treffer von Schahed-Drohnen in weiten Teilen Kiews Strom- und Wasserausfälle verursachen”, fügte Selenskyj mit Blick auf die von Russland verwendeten Drohnen iranischer Bauart an. Klitschko wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete die Kritik als “unbegründet”. Er warf dem Präsidenten vor, die kommunale Selbstverwaltung zu “zerstören” und ihn als Bürgermeister absetzen zu wollen.

Kiew wird verstärkt von Russland angegriffen – und ist nach Ansicht von Selenskyj noch nicht ausreichend auf den nahenden Winter vorbereitet.
13.10.2026 21:00 Uhr
Russische Behörden nehmen japanischen Journalisten fest
Der russische Geheimdienst FSB hat einen japanischen Journalisten der Zeitung “Hokkaido Shimbun” unter dem Vorwurf der Spionage festgenommen. Die Festnahme sei im Gebiet um die Insel Sachalin im Fernen Osten des Landes erfolgt, meldeten russische Staatsmedien unter Berufung auf den Geheimdienst. Der Mann sei nach Moskau gebracht worden, wo ein Gericht zunächst zwei Monate Untersuchungshaft anordnete.
Der Reporter soll den Angaben nach Material über die Teilnahme von Einwohnern der Kurilen-Inseln am russischen Krieg gegen die Ukraine gesammelt haben. Auf der zur Provinz Sachalin gehörenden Inselgruppe leben nur etwas mehr als 20.000 Menschen. Die Kurilen sind eine fischreiche Inselgruppe im Pazifik, die die Sowjetunion am Ende des Zweiten Weltkriegs von Japan erobert hat.
13.10.2026 17:00 Uhr
Zwei weitere Festnahmen nach Starlink-Brand
Im Zusammenhang mit dem Brand in einer Anlage des Satelliten-Kommunikationssystems Starlink in Polen sind einem Bericht zufolge zwei weitere Verdächtige in Deutschland festgenommen worden. In Berlin sei eine Frau festgenommen worden, berichtete der polnische Radiosender RMF FM. Ein weiterer Verdächtiger sei an einem nicht näher genannten Ort in Deutschland gefasst worden. Die Frau stehe im Verdacht, als Fahrerin für zwei bereits zuvor festgenommene Beschuldigte agiert zu haben. Die Staatsanwaltschaft werde nun das Ausmaß ihrer Beteiligung prüfen. Die Rolle des festgenommenen Mannes sei ebenfalls Gegenstand von Ermittlungen. Angaben zur Nationalität der Verdächtigen machte der Radiosender nicht.
13.10.2026 16:36 Uhr
Mutmaßliche Saboteure nach Starlink-Anschlag festgenommen
Die zwei festgenommenen Männer, die in Polen einen Brandanschlag auf die Bodenstation des Satellitennetzes Starlink verübt haben sollen, sitzen in Untersuchungshaft. Gegen die mutmaßlichen Täter habe das Amtsgericht Nürtingen die bestehenden Europäischen Haftbefehle eröffnet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das baden-württembergische Landeskriminalamt mit. Dem Duo wird von Polen laut Mitteilung vorgeworfen, am 23. September 2026 für einen ausländischen Geheimdienst in Polen einen Brandanschlag auf ein Terminal eines Satelliteninternetdienstes verübt zu haben. Die Regierung in Warschau vermutet nach eigenen Angaben, dass russische Geheimdienste hinter dem Feuer stehen.
13.10.2026 16:49 Uhr
Elf Vermisste nach Angriffen auf Schiffe im Schwarzen Meer
Nach neuen Angriffen auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer vor der bulgarischen Küste werden elf Besatzungsmitglieder vermisst. Der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew sagte, er vermute Russland hinter dem Vorfall. Die EU und die Ukraine verurteilten die Angriffe. Die Nato kündigte eine mögliche Anpassung ihrer Verteidigungsmaßnahmen an.
Video:
Elf Vermisste nach Drohnenangriff auf Frachtschiffe (1 Min)
13.10.2026 13:36 Uhr
Bühler: Russland lässt sich nicht auf Energie-Waffenruhe ein
Die von US-Präsident Donald Trump verkündete “Energie-Waffenruhe” zwischen Russland und der Ukraine wird nach Einschätzung von General a.D. Erhard Bühler durch Moskau nicht eingehalten. Bühler sagte im MDR AKTUELL-Podcast “Was tun, Herr General?”, es könne “überhaupt nicht die Rede davon sein, dass die Russen sich darauf einlassen”. (Quelle: MDR AKTUELL)
13.10.2026 09:57 Uhr
Drei Tote in Charkiw nach russischem Angriff
Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Großstadt Charkiw am Montagabend sind drei Menschen getötet worden. Behörden zufolge setzte Russland Marschflugkörper ein. (Quelle: Reuters)
Video:
Drei Tote in Charkiw nach russischem Angriff (1 Min)
13.10.2026 09:14 Uhr
Bulgarien: Zwei Schiffe vor Schwarzmeerküste von Drohnen getroffen
Vor der bulgarischen Schwarzmeerküste sind nach Regierungsangaben in der Nacht zwei Schiffe von Drohnen getroffen worden. Eines der Schiffe sei gesunken, teilte Ministerpräsident Rumen Radew mit. Dies sei bereits der zweite derartige Vorfall innerhalb einer Woche.
Die unter maltesischer Flagge fahrende “Chelsea 3” in ukrainischem Besitz sei etwa 33 Kilometer vor der Küste von drei Drohnen getroffen worden. Die Besatzung aus sieben Ukrainern und acht Aserbaidschanern sei gerettet worden. Fünf Seeleute seien medizinische versorgt worden, es sei aber niemand schwer verletzt worden. Ein Besatzungsmitglied des gesunkenen Schiffes sei ebenfalls gerettet worden.
Radew erklärte, das sei “absolut inakzeptabel – ein weiterer Angriff in unmittelbarer Nähe der bulgarischen Hoheitsgewässer”. Er wolle mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über den Vorfall sprechen. Es gebe keine eindeutigen Beweise, wer für den Angriff verantwortlich sei. Der Vorfall nütze allerdings Russland, teilte Radew mit. Deshalb werde er den russischen Botschafter einbestellen.
Bulgarien grenzt weder an die Ukraine noch an Russland, nimmt aber als Nato-Mitglied eine strategische Position am Schwarzen Meer ein. (Quelle: Reuters)
13.10.2026 07:04 Uhr
Russland: Drohnenangriff auf Industriestadt Newinnomyssk abgewehrt
Russland hat nach Angaben des regionalen Gouverneurs einen Drohnenangriff auf ein Industriegebiet in der Stadt Newinnomyssk in der südlichen Region Stawropol abgewehrt. Das teilte Gouverneur Wladimir Wladimirow bei Telegram mit. Newinnomyssk ist unter anderem ein wichtiges Zentrum der chemischen Industrie. (Quelle: Reuters)
13.10.2026 05:00 Uhr
Bericht: Trump will Putin mit Diesel-Deal zu Friedensgesprächen bewegen
US-Präsident Donald Trump will Russland mit der Lockerung von Energiesanktionen offenbar zu neuen Verhandlungen über den Ukraine-Krieg bewegen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters erklärten die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner ukrainischen Vertretern, das Diesel-Abkommen solle Russlands Präsident Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zurückbringen. Zugleich hätten sie eingeräumt, dass Putin derzeit nicht zu Gesprächen bereit sei. (Quelle: Reuters)
13.10.2026 01:05 Uhr
Trump sieht bei Energie-Waffenruhe vor allem Ukraine in der Pflicht
US-Präsident Donald Trump sieht trotz Berichten über neue russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen vor allem die Ukraine bei den Friedensbemühungen in der Pflicht. Auf Vorwürfe, Russland habe die von ihm verkündete Energie-Waffenruhe verletzt, erklärte Trump, es habe Verstöße auf beiden Seiten gegeben. Russlands Präsident Wladimir Putin sei seiner Einschätzung nach stärker an einer Einigung interessiert als der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Selenskyj forderte die USA unterdessen auf, Russland zur Einhaltung der Waffenruhe zu bewegen. Nach seinen Angaben griff Russland unmittelbar nach Trumps Ankündigung ein Kraftwerk in Charkiw an. Die Ukraine habe dagegen in der vergangenen Nacht auf Angriffe gegen russische Ölraffinerien verzichtet. (Quelle: dpa)
12.10.2026 23:59 Uhr
Ukraine-News am Montag, 12. Oktober 2026
nach Trumps Ankündigung ein Kraftwerk in Charkiw an. Die Ukraine habe dagegen in der vergangenen Nacht auf Angriffe gegen russische Ölraffinerien
12.10.2026 23:14 Uhr
Zwei Festnahmen in Deutschland nach Brandanschlag auf Starlink-Anlage in Polen
Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Starlink-Anlage in Polen sind in Deutschland zwei Verdächtige festgenommen worden. Nach Angaben des polnischen Regierungschefs Donald Tusk handelt es sich um zwei türkische Staatsbürger. Sie sollen die Anlage des Satelliten-Kommunikationssystems im September in Brand gesetzt haben. Dadurch wurde auch der Internetzugang der ukrainischen Armee gestört.
Polens Sicherheitskoordinator Tomasz Siemoniak erklärte, er habe keine Zweifel daran, dass der Anschlag im Auftrag Russlands verübt worden sei. Belege für diesen Vorwurf wurden zunächst nicht genannt. (Quelle: Reuters)
12.10.2026 21:39 Uhr
Zwei Tote und Verletzte in Kiew
Bei einem russischen Drohnenangriff sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. “Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass auf Russland mehr Druck ausgeübt werden muss”, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. Moskau verlängere den Krieg und schicke als Antwort auf den US-Vorschlag einer Energiewaffenruhe weitere Drohnen. “Wir zählen darauf, dass die Vereinigten Staaten diese Signale Russlands sehen und entschlossen handeln werden”, sagte Selenskyj.
Zuvor hatte Bürgermeister Vitali Klitschko über knapp ein Dutzend weitere Verletzte bei Telegram informiert. Die Drohne schlug demnach in ein 25-stöckiges Hochhaus im Ostteil der Dreimillionenstadt ein. (Quelle: dpa)
Video:
Zwei Tote nach Drohnenangriff auf Kiew (1 Min)
12.10.2026 21:02 Uhr
Merz und Selenskyj fordern Waffenruhe für Energieanlagen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sehen Russland in der Pflicht, einem Waffenstillstand für die gesamte Energieinfrastruktur zuzustimmen. Das teilte der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, nach einem Telefonat der beiden Regierungschefs mit.
Selenskyj habe den Bundeskanzler über die massiven russischen Luftangriffe auf zivile Ziele und die ukrainische Energieinfrastruktur am vergangenen Wochenende informiert. Merz habe die Solidarität Deutschlands bekräftigt, erklärte Kornelius. (Quelle: dpa)
12.10.2026 19:38 Uhr
Tote im Gebiet Donezk nach russischem Raketenwerferbeschuss
Bei russischem Raketenwerferbeschuss sind in der ostukrainischen Region Donezk Behördenangaben zufolge mindestens drei Zivilisten getötet worden. Bei dem Angriff seien in der Siedlung Tscherkaske im Landkreis Kramatorsk weitere vier Menschen verletzt worden, teilte die ukrainische Staatsanwaltschaft auf sozialen Netzwerken mit. Den Angaben nach wurde beim Beschuss des Wohngebiets mit dem Mehrfachraketenwerfersystem “Smertsch” mindestens ein Einfamilienhaus komplett zerstört. Die Behörde habe Ermittlungen wegen eines möglichen Kriegsverbrechens aufgenommen. (Quelle: dpa)
12.10.2026 16:38 Uhr
Verfassungsschutz sieht “langfristig angelegten” Angriff Russlands gegen Deutschland
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) rechnet mit einer Fortsetzung verdeckter Angriffe und Destabilisierungsaktionen Russlands gegen Deutschland und andere europäische Staaten. Diese nähmen “an Intensität, Tempo und Reichweite zu”, erklärte Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen. “Treibende Kraft dahinter ist maßgeblich Russland.” Selen betonte, dies sei “keine vorübergehende Entwicklung, sondern ein langfristig angelegter hybrider Angriff.”
Deutschland müsse sich “dem Schattenkrieg des 21. Jahrhunderts jetzt mit geballter Kraft” entgegenstellen, sagte Innenminister Alexander Dobrindt. Der CSU-Politiker forderte den Bundestag auf, dazu die von der Regierung beschlossene Reform der Nachrichtendienste umzusetzen. (
Quelle: AFP)
Video:
Sicherheitsbehörden über russische Geheimdienstaktivitäten (2 Min)
12.10.2026 12:47 Uhr
Russland bestätigt angekündigte Energie-Waffenruhe nicht
Der Kreml hat das Inkrafttreten einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten “Energie-Waffenruhe” zwischen Russland und der Ukraine nicht bestätigt. “Die Gespräche dauern an. Sobald wir etwas dazu zu sagen haben, werden wir Sie selbstverständlich darüber informieren”, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag vor Journalisten auf Nachfrage. Auf Kiews Forderung nach einer 60-tägigen vollständigen Waffenruhe für das Abhalten von Wahlen in dem Land angesprochen, sagte Peskow: “Wir wollen keine Waffenruhe, wir wollen dauerhaften Frieden.” (Quelle: AFP)
12.10.2026 11:11 Uhr
Selenskyj wirft Russland Bruch von Energiewaffenruhe vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, eine von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe im Energiesektor gebrochen zu haben. Er dränge Washington zum Eingreifen und dazu, die Einhaltung der Vereinbarung durch Moskau zu gewährleisten, sagt Selenskyj in einer Videoschalte bei einer Sicherheitskonferenz in Warschau. Selenskyj fügt hinzu, er habe von dem Abkommen selbst erst aus den Medien erfahren. Die Waffenruhe könne jedoch Bestand haben und ein wichtiger Schritt zur Beendigung des Krieges sein, wenn die USA nun handelten. (Quelle: Reuters)
12.10.2026 10:58 Uhr
EU verhängt Rekord-Sanktionen gegen russische Kriegshelfer
Die EU-Außenminister haben neue Sanktionen gegen Unterstützer der russischen Kriegsmaschinerie verhängt. Wie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mitteilte, werden knapp 1.600 Personen, Unternehmen und andere Organisationen mit Strafmaßnahmen belegt. Das sind so viele wie nie zuvor. Bundesaußenminister Johann Wadephul sprach von einem beispiellosen Schlag gegen die Kriegswirtschaft von Präsident Wladimir Putin. Damit reagiere die EU auch auf hybride Angriffe wie den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle. (Quelle: dpa)
Video:
EU verschärft Maßnahmen gegen Russland (2 Min)
12.10.2026 09:54 Uhr
ARD-Korrespondent in Kiew bei Energie-Waffenruhe skeptisch
Der ARD-Korrespondent in Kiew, Niels Bula, hat sich skeptisch zu der von US-Präsident Donald Trump verkündeten Energie-Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine geäußert. Bula sagte bei MDR AKTUELL, gestern Abend habe es wieder Angriffe auf ukrainische Energieanlagen gegeben. “Deswegen glaubt man hier, dass da nicht so viel dran ist.” Russland habe in der Vergangenheit schon oft solche Waffenruhen abgelehnt.
Bula betonte, der Alltag der Menschen in Kiew sei zuletzt nochmals schwieriger geworden. “Früher konnte man sich immerhin meistens darauf verlassen, dass Russland nachts angreift.” Das gelte nun nicht mehr, es gebe kaum mal ein Zeitfenster ohne Luftalarm. “Drohnen und Raketen fliegen hier fast dauerhaft auch tagsüber über die Stadt.” Das mache es sehr gefährlich.
Zur Forderung nach einer Neuwahl des ukrainischen Präsidenten sagte Bula, dafür sehe er gerade überhaupt keine Mehrheit im Land. Einer Umfrage zufolge würden sich mehr als 70 Prozent der Menschen gegen eine Wahl in Kriegszeiten aussprechen. Außerdem sei unklar, wie etwa Menschen in frontnahen Gebieten sicher zur Wahl gehen könnten. Fraglich sei auch, ob Menschen in russisch besetzten Gebieten – die völkerrechtlich ebenfalls zur Ukraine gehörten – wählen gehen dürften. (Quelle: MDR AKTUELL)
12.10.2026 08:55 Uhr
Drei Tote nach russischem Luftangriff auf Charkiw
In der ukrainischen Großstadt Charkiw sind nach einem Luftangriff Russlands drei Menschen ums Leben gekommen. Das erklärten die örtlichen Behörden. (Quelle: Reuters)
Video:
Drei Tote nach russischem Luftangriff auf Charkiw (1 Min)
12.10.2026 07:28 Uhr
Kretschmer: Müssen zu Waffenruhe in der Ukraine beitragen
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat von der Bundesregierung mehr diplomatischen Einsatz für eine Friedenslösung in der Ukraine gefordert. Der CDU-Politiker kritisierte im ZDF die anhaltenden Waffenlieferungen. Man sehe nach vier Jahren, dass sie “in eine Katastrophe” geführt hätten. Deutschland müsse stattdessen zu einem Waffenstillstand beitragen. (Quelle: Reuters)
12.10.2026 04:40 Uhr
Zwei Tote bei ukrainischen Angriffen in Belgorod und Donezk
Bei ukrainischen Angriffen sind nach russischen Angaben zwei Menschen getötet worden. In der russischen Grenzregion Belgorod traf eine Drohne nach Angaben der örtlichen Behörden ein Auto auf einer Straße nahe der ukrainischen Grenze. Dabei kam ein Mensch ums Leben.
Ein weiterer Mensch wurde nach Angaben der prorussischen Verwaltung bei einem ukrainischen Angriff im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk getötet. (Quelle: Reuters)
12.10.2026 03:24 Uhr
Kallas warnt vor Ölkatastrophe durch russische Schattenflotte
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat vor einer drohenden Ölkatastrophe an Europas Küsten durch die sogenannte russische Schattenflotte gewarnt. Die Tanker seien häufig alt, schlecht gewartet und unzureichend versichert, sagte Kallas dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie bezeichnete die Schiffe als “ökologische Zeitbomben”. Zugleich dienten sie der Finanzierung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. (Quelle: Reuters)
12.10.2026 02:33 Uhr
US-Senatoren kritisieren Trumps Diesel-Deal mit Russland als rechtswidrig
Sieben US-Senatoren von Demokraten und Republikanern haben die Vereinbarung von Präsident Donald Trump über Diesel-Importe aus Russland als rechtswidrig kritisiert. Sie verstoße gegen ein Gesetz aus dem Jahr 2022, das russische Energieimporte in die USA verbietet, erklärten die Senatoren. Sie forderten die Regierung auf, die Entscheidung sofort rückgängig zu machen. (Quelle: AFP)
12.10.2026 01:12 Uhr
Kanada kritisiert Trumps Diesel-Deal mit Russland
Kanadas Regierungschef Mark Carney hat die Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump über russische Diesel-Lieferungen scharf kritisiert. Der Deal verschaffe Moskau zusätzliche Einnahmen zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine, sagte Carney nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. (Quelle: AFP)
Trump hatte die Vereinbarung mit Russlands Präsident Wladimir Putin am Freitag bekannt gegeben, um die gestiegenen Kraftstoffpreise in den USA zu senken.
12.10.2026 00:37 Uhr
Großbritannien unterstützt Trumps Forderung nach Energie-Waffenruhe
Die britische Regierung unterstützt die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer sofortigen und dauerhaften Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen in Russland und der Ukraine. Premierminister Andy Burnham erklärte, die jüngsten russischen Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung träfen vor allem die Zivilbevölkerung.
Trump hatte zuvor erklärt, beide Kriegsparteien hätten einer Energie-Waffenruhe zugestimmt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich davon jedoch überrascht. Eine Bestätigung aus Moskau lag zunächst nicht vor. (Quelle: AFP)
12.10.2026 00:01 Uhr
Ukraine-News 42. Woche, Montag, 12. Oktober 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
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